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Symposien

Symposium "Grenzüberschreitende Kooperation in der Notfallmedizin" am 02.06.2022 in Schwedt/Oder

Insgesamt 75 deutsche und polnische Gäste aus Politik, Verwaltung, Institutionen und Projekten, die sich im Bereich der Akutmedizin engagieren, haben an der ganztätigen Veranstaltung in Schwedt/Oder teilgenommen. Die Veranstaltung wurde von Herrn Prof. Dr. Klaus Hahnenkamp (Universitätsmedizin Greifswald) eröffnet; die eindringlichen und zukunftsweisenden Grußworte sprachen Dyrektor Roman Pałka (Wojewodschaftliche Rettungsstation in Stettin) und die Bürgermeisterin der Stadt Schwedt/Oder, Frau Annekathrin Hoppe. Im Anschluss hatten wir Gelegenheit, gemeinsam mit Vertretenden aller Projektpartner sowohl das laufende Projekt GeKoM (INT 197) als auch das abgeschlossene Projekt InGRiP (INT2) zu präsentieren. Die großzügige Kofinanzierung der zahlreichen Aktivitäten zur Förderung der deutsch-polnischen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit nicht nur im Bereich der Medizin ist ein essentieller Promotor unserer Arbeit. Daher war es uns eine besondere Freude, dass Herr Steffen Schubert aus dem Referat für Europäische territoriale Zusammenarbeit INTERREG, Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern nicht nur eine Bilanz des Interreg V A Programmes gezogen, sondern auch einen Ausblick auf das neue Programm Interreg VI A gewagt hat.
Rettungsdienstliche Zusammenarbeit über (Staats-)Grenzen hinweg darf juristische Regelungen, damit sie erfolgreich und rechtssicher realisiert werden kann. Dr. Lutz Fischer (Ärztlicher Leiter Rettungsdienst des Landkreises Vorpommern-Greifswald) als Experte für den Kooperationsvertrag, der im letzten Jahr zwischen der Wojewodschaft Westpommern und dem Landkreis Vorpommern-Greifswald geschlossen wurde, berichtete über bereits gemeisterte Herausforderungen und anstehende weitere Aufgaben. Einen Ausblick auf das Potential gemeinsamer grenzüberschreitender Zusammenarbeit im Rettungsdienst gab im Anschluss Herr Armin Viert (Gemeinnützige Rettungsdienst Märkisch-Oderland GmbH).

Die Zusammenarbeit von polnischen und tschechischen Rettungskräften im Rahmen des Projektes "Wie rettet ihr bei euch? I Jak ratujecie u Was? I Jak zachraňujete u Vás?"  stellte Herr Robert Pietryszyn (Wojewódzka Stacja Pogotowia Ratunkowego w Jeleniej Górze) umfassend dar. Frau Tabea Troschke (Universitätsmedizin Greifswald) berichtete im Anschluss von der erfolgreichen Zusammenarbeit bei den wöchtlichen telemedizinischen Beratungen zu therapeutischen Strategien bei Kinderkrebserkrankungen zwischen deutschen und polnischen Expertinnen und Experten im Projekt Temicare. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist nicht nur im Bereich der Notfallmedizin ein wichtiges Thema, sondern auch bei der Früherkennung von Herzrhythmusstörungen oder Augenerkrankungen, berichtete Herr Dr. med. habil. Jarosław Piątek von den verschiedenen Projekten der Universitätsmedizin Stettin.

In den anschließenden drei Workshops zu Kommunikationsmodellen, Chancen und Herausforderungen der Notfallmedizin und den Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf die grenzüberschreitende Kooperation wurden wichtige Aspekte der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit thematisiert und intensiv in unterschiedlichen Formaten diskutiert. Vernetzung, Schaffung von Synergien und der interkulturelle Austausch über die deutsch-polnische Grenze hinweg standen dabei im Fokus.

Das Programm der Veranstaltung finden Sie hier.

Symposium "Deutsch-polnische grenzüberschreitende Kommunikation in der Notfallmedizin" am 21.09.2022 in Stettin

Am 21.09.2022 fand das zweite Symposium mit dem Schwerpunkt Kommunikation im Kulturzentrum der Euroregion in Stettin statt. Kommunikation in der Notfallmedizin bedeutet Kommunikation an zahlreichen Schnittstellen - zwischen Rettungskräfte müssen mit der Leitstelle, Patientinnen und Patienten genauso wie weiterbehandelnden Kolleginnen und Kollegen in Arztpraxen und Krankenhäusern kommunizieren und die wichtigen Informationen vermitteln können. Im Rahmen dieser Veranstaltung haben eindrückliche Beispiele aus der Praxis gezeigt, dass dies eine ganz besondere Herausforderung ist, die aber unter Einbindung aller zuständigen Stellen und mit der entsprechenden Expertise zu bewältigen ist!

Das Programm der Veranstaltung finden Sie hier.

Abschluss-Symposium „Status Quo und Zukunft der deutsch-polnischen grenzüberschreitenden Notfallmedizin“ am 15.11.2022 in Greifswald

Mit dem Symposium „Status Quo und Zukunft der deutsch-polnischen grenzüberschreitenden Notfallmedizin“ wurde die im Rahmen des Projektes GeKoM ausgerichtete Veranstaltungsreihe erfolgreich abgeschlossen. Gleichzeitig bot diese Veranstaltung die Möglichkeit, zum Ende der Projektlaufzeit erste Erkenntnisse und daraus resultierende Implikationen für zukünftige Aktivitäten mit den anwesenden Vertreterinnen und Vertretern aus der Politik, Interessensverbänden und Institutionen, die an der grenzüberschreitenden Notfallmedizin beteiligt sind, zu diskutieren.

Als Vertreter der Universitätsmedizin Greifswald und damit des Leadpartners eröffnete Prof. Dr. Klaus Hahnenkamp die Veranstaltung, die durch die Universität Greifswald in den Räumlichkeiten des Krupp-Kollegs ausgerichtet wurde.

In seinem Grußwort betonte Herr Prof. Dr. Ralf Schneider als Prorektor für Forschung und Digitalisierung und Transfer an der Universität Greifswald die besondere Bedeutung Zusammenarbeit in den Bereichen Wissenschaft und Digitalisierung der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung.

Staatssekretär Jochen Schulte aus dem Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit des Landes Mecklenburg-Vorpommern wies darauf hin, wie „wichtig eine grenzüberschreitende intensive Zusammenarbeit“ sei und hob das Interreg-Programm als „Fundament“ dieser Arbeit hervor.

Frau Anna Bańkowska als Mitglied des Verwaltungsrates der Woiwodschaft Westpommern aus dem zuständigen Marschallamt Westpommern griff dies auf und präsentierte die weitreichende Beteiligung des Marschallamtes an grenzüberschreitenden Aktivitäten im Bereich der Gesundheitsversorgung.

In dem anschließenden Impulsvortrag zeigte Prof. Dr. Klaus Hahnenkamp auf, dass es in Notfällen entscheidend sein kann, dass Rettungsmittel die Patientinnen und Patienten möglichst schnell erreichen und sie zügig zur weiteren Versorgung in das nächstgelegene geeignete Krankenhaus gebracht werden können. Seiner Ansicht nach kann eine grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung und insbesondere die Zusammenarbeit der Rettungsdienste und Notaufnahmen in der Grenzregion dazu beitragen, dass schwere Gesundheitsschädigungen wie beispielsweise bleibende Einschränkungen nach einem Herzinfarkt vermieden werden können. „Die medizinische Ressourcen auf beiden Seiten der Grenze müssen im Notfall unabhängig von Nationalität und Aufenthaltsort für Alle nutzbar sein bzw. nutzbar gemacht werden“, forderte er.

Nach einer kurzen Pause, in der die Gäste eine beispielhafte Simulation einer grenzüberschreitenden, bilingualen Reanimation erleben konnten, folgte die Präsentation der vorläufigen Projektergebnisse durch die Verantwortlichen der jeweiligen Arbeitspakete.

Im Mittelpunkt der Vorträge standen folgende Themen: "Grenzüberschreitende Patientenversorgung - Determinanten einer praxisorientierten und barrierefreien Kommunikation und Notfallmedizin" - präsentierte von Frau Dr. Dorota Orsson und Frau Dr. Marie-Luise Rübsam (beide Universitätsmedizin Greifswald) sowie "Integriertes deutsch-polnisches Simulationstraining" - von Herrn Grzegorz Dolata (Wojewódzka Stacja Pogotowia Ratunkowego w Szczecinie) und Frau Dr. Bibiana Metelmann (Universitätsmedizin Greifswald) erörtert.

Ein wichtiger Teil der Abschlussreden des GeKoM-Projekts war die Präsentation der Ergebnisse der im Rahmen des Projekts durchgeführten Forschung zur Nachhaltigkeit von Projektaktivitäten in der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung durch Herrn Professor Fleßa (Universität Greifswald)

Der zweite Teil der Veranstaltung rückte die politische Dimension grenzüberschreitender Zusammenarbeit in der Notfallmedizin in dem Focus. In der Podiumsdiskussion, moderiert durch

Die anschließende Plenardiskussion konzentrierte sich auf den Status quo und die Zukunft der deutsch-polnischen grenzüberschreitenden Notfallmedizin, deren Ergebnisse auf die notwendige Fortführung der Anstrengungen des Projekts zur Verbesserung der Patientenversorgung hinwiesen.

Prof. Dr. Steffen Fleßa resümierte, dass eine wichtige Voraussetzung jedoch die notwendige und angemessene Unterstützung durch die Politik beider Länder und die Möglichkeit der weiteren gemeinsamen Durchführung von Projekten im Rahmen des Interreg VIA Programms ist.

 

Das Programm der Veranstaltung finden Sie hier.